Ausland

BOUYGUES (Frankreich)

1952 wurde das Unternehmen von Francis Bouygues (1922-1993), mit zehn Angestellten, in Paris gegründet. Schnell wuchs die Firma BOUYGUESs, vorallem zu Zeiten des französischen Wirtschaftswunders, zu einem der größten Bauunternehmen des Landes heran. Zahlreiche Prestigebauten in der französischen Hauptstadt wurden durch BOUYGUES errichtet. 1989 übernahm der Sohn des Firmengründers, Martin Bouygues, die Führung des Unternehmens. Zur Zeit ist BOUYGUES in fünf Unternehmensbereiche (Bau (BOUYGUE Construction), Straßenbau (COLAS), Telekommunikation (BOUYGUES Telecom), Immobilien (BOUYGUES Immobilier) und Medien (F1)) gegliedert und erwirtschaftete 2009, mit 134.000 Mitarbeitern, einen Umsatz von ca. 31,4 Milliarden Euro. Zudem ist BOUYGUES, mit einen Anteil von 30 %, am französischen Energieriesen ALSTOM beteiligt.   




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 BOUYGUES-Baustelle in Frankreich

PORR (Österreich)

Die Geschichte des Unternehmens reicht bis in das Jahr 1869 zurück, damals wurde es als Allgemeine österreichische Baugesellschaft gegründet. Die Notierung an der Wiener Börse erfolgte am 08. April 1869. Zuvor war Die ersten Großaufträge, wie z.B. Bauten für die Weltausstellung 1873, gaben der Firma eine gute Grundlage für spätere Aktivitäten. 1927 erfolgte die Fusion mit der A. Porr Bauunternehmung GmbH, welche der Betonpionier Arthur Porr (1872-1915) 1908 gegründet hatte, zur  Allgemeinen Bau- gesellschaft - A. Porr AG. Diesen Namen trägt das Unternehmen noch heute, auch wenn  "Porr", umgangssprachlich, gebräuchlicher ist. Seit dieser Zeit ist Porr in allen Bereichen des Bauwesens tätig. Die deutschen Aktivitäten wurden, mit der Übernahme der RADMER BAU AG, 1990 gestärkt. Ein wichtiger strategischer Schritt war die Erlangung der Aktien-mehrheit (2000) des Tiefbauunternehmens TEERAG-ASDAG AG. Im Jahre 2008 erzielte der zweitgrößte österreichische Baukonzern, mit rund 12100 Mitarbeitern, einen Umsatz von 3,2 Milliarden Euro.

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Logo der Tiefbau-Tochter

Logo der Radmer Kieswerk GmbH einer Tochter der PORR Deutschland GmbH

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STRABAG (Österreich)

Der heutige Baugigant geht in seinen Ursprüngen auf einen Handwerksbetrieb, welcher von Anton Lerchbaumer 1835 gegründet wurde, zurück. Der Baumeister Lerchbaumer war in den ersten Jahren zunächst im Raum Spittal aktiv, doch Stück für Stück erweiterte er das Geschäft. Bekannte Bauwerke Lerchbaumers sind die Spittaler Kirche (1908) und die Fabrikantenvilla "Schloss Heroldeck", welche 1912 in Millstatt entsteht. 
1954 firmiert das Unternehmen in Isola & Lerchbaumer um und 1975 wird in Wien daraus die ILBAU Ges. mbh & Co. KG gegründet.  Zu dieser Zeit beschäftigt die Firma rund 500 Mitarbeiter.  Ab Anfang der 80er Jahre wird ILBAU auch im Ausland aktiv. Durch die 1987 gegründete BAU HOLDING AG erhält die ILBAU AG eine börsennotierte Dachgesellschaft. Anfang der 90er Jahre werden die Auslandsaktivitäten, besonders in Deutschland verstärkt. 1998 erfolgt die Übernahme des deutschen Baukonzerns STRABAG AG, der später dem gesamten Unternehmen den Namen gibt und der ERA BAU AG. Ein Jahr später wird die STUAG BAU AG komplett übernommen. Ab 2000 firmiert der Konzern als BAUHOLDING STRABAG AG und übernimmt von der insolventen PHILIPP HOLZMANN AG die DEUTSCHE ASPHALT GmbH. 2004 wird aus der Aktiengesellschaft eine Societas Europaea (SE), eine Gesellschaft nach europäischem recht. Nach der Insolvenz der WALTER-BAU AG vereinigt mit DYWIDAG (2005), werden auch von dieser wesentliche Teile und Beteiligungen übernommen. Die Firmen DYWIDAG Bau GmbH, DYWIDAG International GmbH, HEILIT + WOERNER BAU GmbH und die ZÜBLIN AG sind nun Tochterunternehmen. 2006 wird aus der BAUHOLDING STRABAG SE die STRABAG SE, 53 000 Mitarbeiter erwirtschaften einen Umsatz von über 10 Milliarden Euro.






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VINCI (Frankreich)

164.000 Mitarbeiter, 246.000 Baustellen, 33,5 Milliarden Euro Umsatz - das sind die Fakten (2009) des weltgrößten Baukonzerns, welcher in vier Hauptsparten (Energie, Konzessionen, Verkehrswegebau und Bau) gegliedert ist. 1899 wurde durch Alexandre Giros und Louis Loucheur der Grundstein, mit Gründung der Firma SGE (Societe Generale d'Enterprises), für den heutigen Baugiganten gelegt. Schnell entwickelte sich das Unternehmen zu einem der erfolgreichsten Baufirmen in Frankreich. Bereits um 1910 war die SGE der zweitgrößte Baubetrieb Frankreich's. Bis zum 1. Weltkrieg realisierte das junge Unternehmen hauptsächlich Aufträge im Eisenban- und Tiefbau, danach folgten Bauvorhaben für die Energiewirtschaft (Staudämme, Kraftwerke etc.) und das Militär (Verteidigungsanlagen). Nach dem 2. Weltkrieg erfolgte ein Umstrukturierung und die Ausrichtung auf den Ingenieurbau. Im Laufe der Zeit wurden zahlreiche Konkurrenten übernommen. Seit dem Jahr 2000 firmierte man das Unternehmen in VINCI um. Die zwei Hauptsparten (Bau/ Baudienstleistungen und Konzessionen) erwirtschaften im Jahre 32,9 Mrd. Euro. Die Beschäftigtenzahl lag bei 145.000 Mitarbeitern.

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