Deutschland I

 

 

 

 

 

 

BARESEL

Die Firma wurde 1876 in Frankfurt/Main durch Carl Baresel gegründet und verlegte 1903 ihren Stammsitz nach Stuttgart. Im Jahre 1921 wurde die Firma in eine Aktiengesellschaft (Gesellschaft für Tiefbauten AG) umgewandelt, doch bereits 1922 erfolgte eine Umbenennung in C. Baresel AG. Nach dem Krieg wuchs das Unternehmen zu einem bedeutenden Baukonzern mit etlichen Niederlassungen in ganz Deutschland heran. 1999 wurde Baresel durch die KÖSTER BAU AG übernommen und firmiert seit 2005 als Baresel GmbH (Stammsitz in Leinfelden-Echterdingen) .  Mit 400 Mitarbeitern erwirtschaftete Baresel im Jahr 2005 einen Umsatz von ca. 220 Mio. Euro, 1998 waren es noch 500 Mio. Euro bei 1100 Mitarbeitern.

ein Bild

Altes Baresel-Logo (vor 1999)

ein Bild

Neues Baresel-Logo

ein Bild

Aktie der Baresel AG (1961)



 

BETON- MONIERBAU

in Bearbeitung


BILFINGER BERGER

Die Bilfinger Berger AG entstand durch die Fusion traditionsreicher Baugesellschaften. Ihre historischen Wurzeln reichen zurück bis ins Jahr 1880. August Bernatz realisierte im damals deutschen Lothringen sein erstes größeres Projekt. 1883 ließ sich der Baumeister in Mannheim nieder. Aus seinem Unternehmen ging die Grün & Bilfinger AG hervor. Die anderen Vorläuferunternehmen von Bilfinger Berger, die Julius Berger Tiefbau AG und die Berlinische Boden-Gesellschaft, wurden beide im Jahr 1890 gegründet. Die Dresdner Bank war an allen drei Unternehmen als Aktionär maßgeblich beteiligt. Unter der Ägide von Jürgen Ponto, ihres späteren Vorstandssprechers, reifte in den sechziger Jahren der Plan, ein großes, international konkurrenzfähiges Bauunternehmen zu schaffen. Der erste Schritt war die 1969 vollzogene Fusion der Julius Berger AG mit der Bauboag, die aus der Berlinischen Boden-Gesellschaft hervorgegangen war. An diesem neuen Unternehmen erwarb die Grün & Bilfinger AG 1970 eine Mehrheitsbeteiligung. Im Jahr 1975 erfolgte schließlich die Fusion zur Bilfinger + Berger Bauaktiengesellschaft, die im Zuge der strategischen Neuausrichtung zur Multi Service Group ihren Namen im Jahr 2001 in Bilfinger Berger AG änderte. Im Jahr 2006 erwitschaftete das Unternehmen, mit ca. 49100 Mitarbeitern, einen Umsatz von rund 7,9 Mrd. Euro. In den letzten Jahren hat sich die nunmehr als Bilfinger SE auftretende Firma fast vollständig vom Baugeschäft verabschiedet.



ein Bild

Logos 


 
 

BOSWAU & KNAUER

s. WALTER_BAU


H. KLAMMT

Die Firma Klammt wurde im Jahre 1878, als Bauunternehmung Hermann Klammt, in der damaligen deutschen Stadt Stettin gegründet. 1925 gründete Dr. Ing. Hugo Klammt die H. Klammt GmbH  in Berlin. Nach 1945 wurden die Aktivitäten in Stettin aufgegeben und Berlin zum neuen Hauptsitz erhoben. Zwei Jahre nach dem Tod von Dr. Ing. Hugo Klammt wird die Firma 1956 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. 1962 übernahm die H. Klammt AG die Baufirma Karl Batteux und beteiligte sich 1968 an der Müller-Altvatter Bauunternehmung. 1972 wurde Klammt durch den AGIV-Konzern übernommen und wurde somit ein Schwesterunternehmen der Wayss & Freytag AG. 1996 verkaufte AGIV die Unternehmen Klammt und Wayss & Freytag an die Hollandsche Beton Groep (HBG), wobei die Klammt AG seit diesem Zeitpunkt wieder als GmbH firmierte. Im Jahre 2000 erlosch die Firma im Zuge einer Strukturreform in der HBG-Gruppe.

ein Bild

Werbetafel


HEILIT + WOERNER

Der Baukonzern entstand 1980 aus der Verschmelzung der Firmen Heilmann & Littmann Bau AG und Sager & Woerner KG. Der Stammsitz des neuen Unternehmens war München, doch bereits 1988 übernahm die Walter-Thosti-Boswau AG die Firma. Aus dem Zusammenschluss der maschinentechnischen Abteilungen beider Firmen wurde im Übernahmejahr die BS Baugeräteservice GmbH gegründet. H + W war hauptsächlich im Hochbau und im Verkehrswegebau aktiv und unterhielt auch Niederlassungen im Ausland. Mit der 1990 erfolgten Übernahme des VEB Gesellschaftsbau Dresden wurden gleichzeitig Aufträge für Residenzschloss und Zwinger gesichert. Nach finaziellen Problemen inerhalb der Walter-Gruppe wurde die Firma im Jahre 2000 mit der Walter-Bau AG fusioniert. Die Straßenbausparte der H + W blieb als WALTER-HEILIT Verkehrswegebau GmbH selbstständig. Nach der Walter-Pleite wurde die W-H in HEILIT + WOERNER BAU GmbH umbenannt und von der STRABAG SE übernommen. Die Anfänge der Heilmann & Littmann Bau AG gehen auf das 1871 in Regensburg gegründete Baugeschäft von Jakob Heilmann zurück. Als Max Littmann 1892 in die Firma eintritt, wird aus dem Unternehmen die Heilmann & Littmann OHG. Etliche Niederlassungen in ganz Deutschland entstanden.Die Sager & Woerner KG wurde 1864, als Bauunternehmung Sager, durch Michael Sager in München gegründet. Schon in der Anfangszeit war der Schwerpunkt des Unternehmens der Tief- und Straßenbau. Zahlreiche Großprojekte im In -und Ausland wurden durch die Firma Sager abgewickelt. 1898 fusionierte Sager mit der Baufirma der Gebrüder Woerner zur Sager & Woerner OHG. Der Betonstraßenbau wurde ein wichtiges Standbein der Firma.

ein Bild


Aktien

ein Bild

ein Bild

ein Bild

Logos

HEITKAMP

Am 01. Oktober 1892 gründete Engelbert Scharpwinkel, genannt Heitkamp, die Tiefbaufirma E. HEITKAMP mit Sitz in Wanne. Zu den ersten Auftraggebern zählten Groß- und Kleinbauern der Nachbarschaft, für sie wurden Kanäle und Straßen zu ihren Grundstücken gebaut. Der Tätigkeitsbereich der Firma lag zunächst auf dem Gebiet von Wanne-Eickel, wurde aber kontinuierlich erweitert. Tiefbaumaßnahmen im Bergbau, für die Köln-Mindener-Eisenbahngesellschaft und der Deutschen Reichsbahn ergänzten das Leistungsspektrum. Dazu kamen erste Aufträge für den Bau von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden. Als eines der bedeutendsten Projekte kann der Neubau des Bahnhofs Herne im Jahre 1913 gesehen werden. Der 1. Weltkrieg brachte die Bauwirtschaft nahezu zum Erliegen, der Firma gelang es, diese Krise zu überwinden. Nach dem 1. Weltkrieg entwickelte sich Heitkamp, neben den Geschäftsbereichen Tiefbau sowie Gleisbau, zum Spezialisten im Bereich von Schachtbauten. Beim Bau des Hafens Wanne wurde die damals größte Erdbaumaßnahme im Ruhrgebiet durch HEITKAMP ausgeführt. Einschnitte beschert HEITKAMP auch die Weltwirtschaftskrise. In der Zeit des Faschismus beteiligt sich HEITKAMP beim Autobahnbau. Nach der Beendigung des 2. Weltkrieges begann der mühevolle Neuaufbau. 1946 firmierte die Firma, in Bauunternehmung E. HEITKAMP GmbH, um. Ab 1949 wurden die ersten Großaufträge im Hochbau für Behörden, die Deutsche Bundesbahn und im Wohnungsbau, eingefahren. Nebenbei entwickelte sich HEITKAMP zum Bergbauspezialialisten. 1957 erfolgte mit dem Bau des Kraftwerkes Westerholt der Eintritt in den Kraftwerksbau. Dazu kamen bundesweite Aufträge zum Bau von Autobahn- und Fernstraßenbauten, sowie ersteTunnelbauwerke. Ab Mitte der 60er Jahre begann das Auslands-engagement, herausragende Projekte, wie ein Wasserspeicherbecken (Peru), Hochwasser-schutzanlagen und Bauarbeiten am Flughafen Tunis (Tunesien), wurden realisiert.  HEITKAMP entwickelte sich, in den 70er Jahren, beim Bau von Naturzugkühltürmen zum weltweiten Marktführer, diese wurden auch in den Benelux-Staaten, Spanien, Südafrika, Australien, der Türkei und den USA errichtet. Zu den besonderen Auslandsaufträgen dieser Zeit gehörte der Bau der Bahnlinie Riad - Damman (Saudi-Arabien) und das Stahlwerk Henningsdorf (DDR). Von der insoventen Beton- und Monierbau AG wurden Bereiche übernommen und als TochtergesellschfatenAb 1984 wurde, mit der Sanierung bestehender Bauwerke, ein neuer Geschäftszweig erschlossen. Bei der Realisierung des Euro-Tunnel zwischen Calais und Dover beteiligte sich auch die Firma HEITKAMP. Mit der Deutschen Einheit im Oktober 1990 wurden die Leistungen auf das Gebiet der ehemaligen DDR ausgedehnt. Mit dem Bau des Kraftwerkes Lippendorf erhielt HEITKAMP den größten Einzelauftrag seiner Geschichte. 1999 erfolgte die Fusion mit dem Bergbau-spezialisten DEILMANN-HANIEL zur HEITKAMP-DEILMANN-HANIEL GmbH. Die Bauaktivitäten wurden bei dem Bauunternehmen E. HEITKAMP GmbH, die Bergbauaktivitäten bei der DEILMANN-HANIEL GmbH gebündelt. Durch HEITKAMP wurde zu dieser Zeit der welthöchste Naturzugkühlturm (200 m), am Kraftwerk Niederaussem, erstellt. Im Jahre 2006 kam es zu ernsthaften Problemen bei der deutschen Bergbautochter, die auch den Gesamtkonzern bedrohten. Der ohnehin, durch Baukrise und Misswirtschaft, angeschlagene Baukonzern schrammte haarscharf an einer Insolvenz vorbei. Zu dieser Zeit erarbeiteten rund 6500 Mitarbeiter, einen Umsatz von 850 Mio. Euro. Nach der Insolvenz der DEILMANN-HANIEL GmbH erfolgte die Konzernumbenennung in HEITKAMP BauHolding GmbH, eine radikale Schrumpfkur setzte ein. Nach dem Verkauf der Tochter HEITKAMP RAIL GmbH, an den holländischen Baukonzern HEIJMANS, besteht die HEITKAMP BauHolding aus vier Geschäftsfeldern. 2008 wurden rund 312 Mio. Euro, bei einem Personalbestand von 1100 Mitarbeitern, erwirtschaftet.

   

Engelbert Scharpwinkel, genannt Heitkamp, und sein Sohn Heinrich Heitkamp












Logos und Struktur



HEITKAMP-LKW auf einer Baustelle (1956)


Bagger der Marke Hyundai


HOCHTIEF

Balthasar und Philipp Helfmann gründeten um 1873 in Frankfurt/Main die Bauunternehmung Gebrüder Helfmann. 1896, nach dem Tod von Balthasar Helfmann, erfolgte die Umwandlung in AG für Hoch- und Tiefbauten. Bereits 1899 wird ein erster Auslandsauftrag angenommen. 1921 wurde HOCHTIEF ein Teil des Stinnes-Konzerns und verlegte ein Jahr später seinen Hauptsitz nach Essen.  1923 wurde der Name des Unternehmens in HOCHTIEF AG für Hoch- und Tiefbauten vormals gebr. Helfmann geändert. Nach dem Zusammenbruch des Stinnes-Konzern im Jahre 1924 wurden die Firmen RWE und AEG die neuen Hauptaktionäre. In der Zeit des Faschismus war HOCHTIEF an verschiedenen Projekten wie z.B. dem Westwall, dem KdF-Heim Prora oder der Wolfsschanze tätig. Nach Kriegsende begann der Wiederaufbau und die Neuausrichtung der Firma. Ab Ende der 50er Jahre entwickelte sich HOCHTIEF zum Bauspezialisten für Kernkraftwerke. In den 70er Jahren wurde das Auslandsgeschäft zu einem wichtigen Faktor für den Baukonzern. Ab 1990 wandelte sich HOCHTIEF zum internationalen Baudienstleister mit fünf Hauptstandbeinen. 1999 wurde der US-amerikanische Baukonzern Turner übernommen, weiterhin besitzt HOCHTIEF die Aktienmehrheit bei der australischen Baufirma Leighton. HOCHTIEF ist inzwischen die größte deutsche Baufirma und setzt (2006) mit weltweit ca. 47 000 Miarbeitern über 15 Mrd. Euro um.

                                                     ein Bildein Bild

 

 

ein Bild

Logos & Baustelle Potsdamer Platz in Berlin - auch HOCHTIEF war dabei




Weserhütte W 180