Deutschland III

 

 

 

 

 

STRABAG

Im Jahre 1895 erfolgte in Köln die Gründung der Straßenwalzenbetrieb vormals H. Reifenrath Gesellschaft mit beschränkter Haftung.  In der Zeit bis zum 1. Weltkrieg eröffnete das Unternehmen einige Niederlassungen im Deutschen Reich und übernahm auch die ersten Auslandsaufträge. Nach zahlreichen Fusionen entsteht 1923 die Straßenbau AG, der Name STRABAG wird aber erst sieben Jahre später eingeführt. 1931 wird das Tochterunternehmen DEUTAG (Deutsche Teer- und Asphalt-Schotter AG) gegründet, welches sich über die Jahre zum Asphaltspezialisten entwickelt. Zwischen 1932 - 34 entstehen Niederlassungen in Weimar, Königsberg, München und Berlin. Die "Reichshauptstadt" wird im Jahre 1936 als neuer Hauptsitz des Unternehmens gewählt. Zu Zeiten des "Dritten Reiches" war die STRABAG an zahlreichen Straßenbauprojekten beteiligt aber auch andere Bauwerke, wie das KdF-Heim in Prora / Rügen, bewerkstelligte das Unternehmen. Zwangsarbeiter wurden auch bei der STRABAG verstärkt eingesetzt. Nach Kriegsende wird die Hauptverwaltung der STRABAG wieder nach Köln zurück verlegt. Der seit 1949 unter dem Namen STRABAG BAU AG firmierende Konzern erweitert 1952 seine Angebotspalette mit Hoch- und Ingenieurbauleistungen. AB 1955 wird die STRABAG auch außerhalb Europas aktiv und gründet zehn Jahre später eine österreichische Tochtergesellschaft. STRABAG wurde ab diesem Zeitpunkt auch im Schlüsselfertigbau tätig, was sich in der Gründung der SF-BAU GmbH wiederspiegelt.1969 wurde das, 1904 gegründete, Kölner Bauunternehmen AHI-BAU AG übernommen. STRABAG gründet 1988 die STRABAG Umwelttechnik GmbH und bündelt 1989 seine Auslandsaktivitäten in der STRABAG International GmbH. Nach 1990 gründet die STRABAG zahlreiche Niederlassungen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR. 1993 erfolgt eine Neustrukturierung des Unternehmens, der Firmenname wurde dabei in STRABAG AG abgeändert, mit der Umwandlung von Unternehmensbereichen in Aktiengesellschaften. Die österreichische Tochter übernimmt 1996 die Aktienmehrheit bei der STUAG BAU AG. Zwei Jahre später erwirbt die österreichische BAUHOLDING AG die Aktienmehrheit beim Kölner Baukonzern. 1999 werden die deutschen BAU-HOLDING-Firmen ILBAU Deutschland, Leonhard Moll, ISTC, Josef Klug, OBIT und Eberhardt Bau in die STRABAG AG integriert. Ab 2000 wird der Martkauftritt der BAUHOLDING AG unter dem Namen BAUHOLDING STRABAG AG, mit der Kernmarke STRABAG, vereinheitlicht. Die Holzmann-Tochter Deutsche Asphalt GmbH wird 2002 durch die Kölner STRABAG AG übernommen. Der Mutterkonzern der STRABAG AG firmiert ab 2004 als eine Gesellschaft europäischen Rechts und nennt sich nun BAUHOLDING STRABAG SE. Aus dem zusammenbebrochenen WALTER-BAU-Imperium werden 2005 wesentliche Teile vom Kölner Baukonzern übernommen. Die Stuttgarter ZÜBLIN AG, mittlerweile auch eine Tochter der STRABAG SE, übernimmt im März 2006 sämtliche Hoch- und Ingenieurbauaktivitäten der STRABAG AG.

 

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Baustelle EKZ in Hamburg


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

THOSTI (THORMANN & STIEFEL)

siehe WALTER-BAU


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WALTER-BAU

Im Jahre 1978 übernahm, der 1936 in Augsburg geborene Unternehmer, Ignaz Walter die Aktienmehrheit bei der THORMANN & STIEFEL AG. Die THOSTI AG wurde 1876 in Augsburg gegründet und wurde 1917 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Unter der Führung Walters erfolgt 1983 die Übernahme und Fusion mit der Düsseldorfer BOSWAU & KNAUER AG. BOSWAU & KNAUER, 1892 gegründet und seit 1922 als AG firmierend, galt zum Zeitpunkt der Übernahme als Spezialist für Bunkeranlagen. Mehrere solcher Anlagen wurden im Irak, von BOSWAU & KNAUER, gebaut. Das neu entstandene Unternehmen trägt nun den Namen WTB WALTER-THOSTI-BOSWAU AG. 1988 wird die HEILIT + WOERNER BAU AG durch WTB übernommen und bleibt als Konzerntochter selbstständig. Die Maschinentechnik-Tochter BS Baugeräteservice GmbH wird im selben Jahr gegründet. Der Baukonzern firmierte 1991 in WALTER-BAU AG um und war seit dieser Zeit auch an der Stuttgarter ZÜBLIN AG beteiligt, mit dieser übernahm er ein Jahr später die DYWIDAG. In den 90er Jahren beschert der Bauboom in Ostdeutschland der Baugruppe gute Erträge. Doch der Rückgang der Bautätigkeit und die starke Ausrichtung auf den deutschen Baumarkt stellt auch WALTER vor Probleme. Tausende Stellen werden bei WALTER und den Tochterunternehmen gestrichen. Nach schnellen Fusionen mit der HEILIT + WOERNER BAU AG (2000) und der DYWIDAG (2001) entsteht die WALTER-BAU AG vereinigt mit DYWIDAG. Doch die Fusionen bewirken nur einen Aufschub der Finanzmisere. Als 2004 eine Komplettübernahme der ZÜBLIN AG scheitert, gerät der KONZERN entgültig ins Abseits. 2004 erreichte die WALTER-BAU AG vereinigt mit DYWIDAG, mit ca. 10.000 Mitarbeitern, eine Bauleistung von rund 3,3 Milliarden €.   Anfang 2005 stellt die WALTER-BAU AG vereinigt mit DYWIDAG mit 11 Tochtergesellschaften einen Insolvenzantrag. Unabhängigere Großgesellschaften wie die DSI GmbH oder die Verkehrsbautochter WALTER-HEILIT GmbH bestehen weiter. Die erhaltenswerten, wirtschaflichen Teile des zusammengebrochenen Unternehmens wurden im April 2005 in der neuen DYWIDAG Holding GmbH (DYWIDAG Bau GmbH, DYWIDAG International GmbH, H+W Bau GmbH) gebündelt und an die österreichische STRABAG SE verkauft. Der Bauspezialist DSI wurde an einen skandinavischen Finanzinvestor veräußert.


 

 

 

 

 

 

 

 

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Baukran der THOSTI auf der Baustelle Schleuse Riedenburg (1978)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

BS Schleuse Riedenburg: THOSTI-Bagger im Einsatz (1981)

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Konzernergebnisse 2002 und 2003 im Vergleich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Baustelle Olympiastadion Berlin


WAYSS & FREYTAG

1875 gründeten Conrad Freytag und Carl Heidschuch in Neustadt a. d. Weinstraße die Freytag & Heidschuch OHG, Cementröhrenfabrik, Baumaterialienhandlung. 1884 erwarb Freytag von Joseph Monier das Patent zur Herstellung von Stahlbeton. 1890 schlossen sich die Firmen von von Conrad Freytag und Gustav Adolf Wayss, zur Firma Wayss & Freytag zusammen und wandelten diese zehn Jahre später in eine AG um. Das Unternehmen ist maßgeblich an der Weiterentwicklung des Eisenbetonbaus beteiligt. Um 1910 wird W & F erstmalig im Ausland tätig, Bauwerke in Russland und Argentinien entstehen. Im Jahre 1925 wird der Firmensitz nach Frankfurt/Main verlegt. Der erste Fernsehturm Deutschlands wird 1954 von Wayss & Freytag in Stuttgart errichtet. In den 70er Jahren wurde das Unternehmen von der Hamburger AGIV AG übernommen. 1996 verkaufte AGIV W & F an den holländischen Baukonzern HBG. 1999 wird Wayss  & Freytag in zwei eigenständige Gesellschaften, W & F Ingenieurbau AG und W & F Schlüsselfertigbau AG,  aufgespalten. 2002 ging die HBG-Tochter Raulf Bau in der W & F SF-Bau AG auf. 2003 wurde HBG durch die Royal BAM nv übernommen, drei Jahre später erfolgte die Fusion der W & F Schlüsselfertigbau AG und Müller-Altvatter GmbH zur BAM Deutschland AG. Die Firmen W & F Ingenieurbau AG und W & F AG Projektentwicklung sind von der Fusion nicht betroffen.

 

 

 


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Altes Logo (noch von AG Projetentwicklung genutzt)

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Logo (ab 2003)

Logo der BAM Deutschland AG (ab 2006)

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Aktie von 1926

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Bau der DyStar-Hauptverwaltung

WIEMER & TRACHTE

Die Gründung geht auf Fritz Wiemer und August Trachte zurück, welche 1909 das Unternehmen in Dortmund gründeten. Die ersten bedeutenden Bauvorben waren das Duisburger Stadttheater, die Kohlenwäsche der Zeche Nordstern in Essen und ein Brückenbau über die Listertalsperre.Um 1916 verlässt August Trachte das Unternehmen, an seine Stelle trat sieben Jahre später Hugo Körver als Gesellschafter ein. Anfang der 30er Jahre errichtete W & T das Stauwehr und Kraftwerk Baldeneysee.  Im Dritten Reich baute das Unternehmen die Deutschlandhalle (1935) in Berlin und die Empfangshalle des Flughafens Berlin-Tempelhof (1938).Als 1943 Fritz Wiemer stirbt übernimmt Hugo Körver die alleinige Geschäftsführung der damaligen Wiemer & Trachte OHG.Nach dem Krieg baute Körver das Unternehmen wieder auf. Vorallem Kaufhausbauten wurden durch W & T in den Nachkriegsjahren errichtet. Ein "Highlight" war der Neubau der Dortmunder Westfalen-Halle, welche im Jahre 1952 eingeweiht wurde. Nach dem Tode Hugo Körvers übernimmt seine Frau Johanna Körver die Gesellschafteranteile.  In den 70er Jahren begann W & T sein Auslandsgeschäft erfogreich aufzubauen, Tätigkeitsschwerpunkt wurde Saudi-Arabien. Nach einer Zeit der Zugehörigkeit zum französischen VINCI-Konzern übernahm 2006 die KÖSTER BAU AG das Unternehmen. Nach der Umwandlung der Aktiengesellschaft in eine GmbH musste die W & T im April 2007 Insolvenz anmelden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stadttheater Duisburg - 1912 durch W & T errichtet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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WOLFF & MÜLLER

 

 

 

 

 

Gottlob Müller und Karl Wolff gründen 1936 die Firma in Stuttgart, durch die gute Auftragslage werden, drei Jahre später, bereits 1500 Mitarbeiter beschäftigt. Wohnungen und Industriebauten werden vorrangig erstellt.
Nach dem Krieg arbeitet das Unternehmen hauptsächlich im Wohnungsbau, doch schon 1954 wird man in der Baustoffgewinnung tätig. 1960 wird das Betonwerk in Linkenheim gegründet. Nach Gründung der Sparte Albaumodernisierung 1975, werden die ersten Auslandsaufträge angenommen. Nach 1989 gründet WOLFF & MÜLLER Niederlassungen und Tochterunternehmen (z.B. DTS Dresdner Tief- und straßenbau GmbH) in der ehemaligen DDR. Durch die Übernahme der österreichischen AST-Gruppe werden neue Märkte, vorallem  in Osteuropa, erschlossen. Mit rund 2600 MA erwitschaftete das Unternehmen, im Jahr 2007, einen Umsatz von 778 Millionen Euro.



BV Phoenixbau in Stuttgart (2007)




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ZÜBLIN

1898 gründete der Schweizer Ingenieur Eduard Züblin in Starßburg das Baunternehmen Ingenieur-Bureau für Cement-Eisenconstructionen. 1912 wurde die Firma in Ed. Züblin & Cie. Komanditgesellschaft umbenannt und einige Niederlassungen Deutschland und der Schweiz entstehen. Nach dem 1. Weltkrieg wurde aus der NL Stuttgart die Ed.Züblin & Cie. Aktiengesellschaft gegründet. Während der Zeit des Faschismus war Züblin auch am Westwall und beim Autobahnbau beschäftigt. 1951 wurde der Firmenname in Ed. Züblin AG geändert und das Auslandsgeschäft konnte konkret ausgebaut werden. 1992 übernimmt Züblin, gemeinsam mi der Walter-Bau-Gruppe, die Aktienmehrheit bei der Dyckerhoff & Widmann AG. Eine Fusion der Züblin AG mit der Walter-Bau AG scheiterte im Dezember 2004. 2005 wird durch die STRABAG SE die Aktienmehrheit bei Züblin erworben, zweitgrößter Aktionär ist die Unternehmerfamilie Lenz.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Umbau des Reichstages in Berlin (um 1997)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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